Die CDU wird der Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Antrag vorlegen. Für eine Informationsveranstaltung konnte bereits die bisherige Kinderrechtsbeauftragte des Landes Hessen, Frau Professor Katharina Gerards gewonnen werden. „Wir möchten das Thema zielgerichtet noch vor den Kommunalen Wahlen angehen und umsetzen, weil wir es nicht im Wahlkampf haben möchten. Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, die Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen sind unser gesellschaftlicher Auftrag und kein Wahlkampfthema“, so die langjährige Stadtverordnete und Ausschussvorsitzende Petra Ludwig.
In Hessen sind die Kommunen: Eltiville, Oestrich-Winkel und Taunusstein bereits zertifiziert. Idstein hat in dieser Frage seit langem eine Vorreiterrolle, die möchte die CDU auch dauerhaft gesichert wissen. Unsere sprichwörtliche Familien- und Kinderfreundlichkeit ist bekannt im Rhein-Main-Gebiet. Viele Anstrengungen haben Bürgerschaft und Verwaltung unternommen. Kindergärten, -krippen und Schulbetreuungsplätze, Spiel- und Aufenthaltsräume sowie Personal wurden geschaffen. Aufgaben des Kreises wurden durch die Stadt erledigt, um für die Kinder und Eltern in Idstein gute Lösungen zu ermöglichen. Bis heute kommt der Kreis dem nicht nach. Im Vergleich zu den Kommunen im Rheingau-Taunus-Kreis und zu der Mehrheit der Kommunen bundesweit, kann Idstein die starke Botschaft an alle Eltern senden: Die Betreuung und Begleitung der Kinder in Idstein ist qualifiziert und gewährleistet. Jetzt gilt es weiterhin vornweg zu sein und nicht den Anschluss zu verschlafen.
Mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ soll nun der Focus der bisherigen guten Arbeit verstärkt werden, der Blick gezielt auf die Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen gelegt werden. Dies soll u.a. durch neue Partizipationsmöglichkeiten gesichert werden. „Hat Idstein bisher sehr viel dafür getan, dass Eltern zufrieden sein können und Kinder unterstützt werden, möchten wir jetzt die Perspektive der Kinder und Jugendlichen verstärkt einnehmen und sicher gehen, dass deren Interessen, Bedürfnisse und Rechte Grundlage werden für die zukünftige Qualifizierung der Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen“, so Piaskowski.
„Wir verstehen unter Familien- und Kinderfreundlichkeit eine nachhaltig qualifizierte Unterstützungsleistung von Geburt an und nicht nur billige Betreuungseinrichtungen, bei denen die Qualität unter der schlechten Finanzierung genauso leidet, wie Kinder und Ihre Eltern. Genau das wollen wir nicht!“ So der Vorsitzende der CDU, Mathias Nippgen- van Dijk. „ Durch die mit dem Siegel verbundenen Maßnahmen wird die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt genauso gestärkt, wie auch die von Eltern und Großeltern. Am Ende profitieren alle davon.“
Das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ hat die Umsetzung der UN Kinderrechtskonvention zum Ziel. Mitmachende Kommunen verpflichten sich einem Aktionsplan, der regelmäßig überprüft wird, um das Siegel dauerhaft zu erhalten. Der Aktionsplan wird unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt, von den Akteuren in der Kinder- und Jugendarbeit Idsteins sowie dem Verein Kinderfreundliche Kommune geplant und der Stadtverordnetenversammlung vorgeschlagen. Wenn diese den Aktionsplan verabschiedet und damit Gültigkeit verleiht, verpflichtet sich Idstein darauf, innerhalb von 3 Jahren die mit dem Aktionsplan verbundenen Ziele umzusetzen.
Das Siegel gibt es seit 2012 und basiert auf der 1996 gegründeten internationalen Initiative „Child Friendly Cities Initiative“ zur Verwirklichung der die Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene.

Autor: Mathias Nippgen-van Dijk

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