19.03.2011 - Gemeinde/ Stadt
Mehr Sicherheit für Idsteins Bürger
CDU im Gespräch in den Idsteiner Stadtteilen
Informationsveranstaltung in Wörsdorf
Mehr Sicherheit für Idsteins Bürger
CDU macht Vorschläge: „Gelbe Karte“ für Randalierer – gezielter Einsatz der Ordnungspolizei – freiwilliger Polizeidienst
Weitere Wörsdorfer Themen von CDU-Kommunalpolitikern angesprochen
Nicht von ungefähr wählte die Idsteiner CDU den größten Stadtteil Wörsdorf für ihre Veranstaltung zum Thema „Mehr Sicherheit für Idsteins Bürger“ aus. Waren die Wörsdorfer im letzten Jahr doch mehrmals Opfer von gewalttätigen Übergriffen auf dem Scherer-Platz. Im Dorfgemeinschaftshaus begrüßte Dr. Herbert Koch interessierte Bürger und Kandidaten der CDU zu einem Gedankenaustausch über dieses und andere Themen. Dr. Koch vertrat den beruflich verhinderten Ortsvorsitzenden der CDU, Hendrik Kahl, und hatte auch das Einführungsreferat übernommen: als langjähriger Erster Stadtrat und Sozialdezernent konnte er aus erster Hand und ganz konkret über Idsteiner Verhältnisse berichten. So seien viele, häufig jugendliche Randalierer und Störer, die z.B. in Wörsdorf aber auch am Bushalteplatz in Idstein ihr Unwesen trieben, gar keine Idsteiner sondern kämen von auswärts. „Da gibt es einen regelrechten Tourismus von gewaltbereiten Randalierern“, sagte Koch. Auf der anderen Seite ermögliche das aber auch Gegenmaßregeln vor Ort, die Erfolg verspräechen. „Wir müssen uns über Prävention, Verfolgungsdruck, Polizeipräsenz und natürlich auch Bestrafung Gedanken machen“, so die Thesen von Idsteins Erstem Stadtrat. In der Prävention sei im Bereich der Kindergärten und der Jugendarbeit schon einiges erreicht. Auch die gezielte Förderung der Jugendarbeit in den Idsteiner Vereinen, für die sich die CDU und er persönlich als damaliger Sozialdezernent stark gemacht hätten, gehörten dazu. Bei den auswärtigen Randalieren helfe aber, so Koch, keine Idsteiner Prävention, z.B. durch Einsatz sogenannter Streetworker. Hier müsse ein nächster Schritt getan werden: Verfolgungsdruck durch stärkere Polizeipräsenz. Dies könne die Stadt selbst vorantreiben, z.B. durch den gezielten Einsatz der eigenen Ordnungspolizisten. „Bei begrenzten Mitteln müssen wir unsere Ordnungspolizei stärker zu Streifen, abends und nachts einsetzen. Wenn uns dabei der eine oder andere Parksünder durch die Lappen geht, dafür aber unsere Bürger sich sicherer fühlen, dann sind wir auf dem richtigen Weg“, stellt Koch eines der zentralen Ziele der CDU dar. Als dritte Maßnahme in diesem Bündel schlägt die CDU die „Gelbe Karte“ für Randalierer vor. Auffällig gewordene Jugendliche erhielten von der Führerscheinstelle eine Warnung: beim nächsten Mal ist der Führerschein weg. Die Jüngeren könnten erst einmal für die Fahrprüfung gesperrt werden. Das sei für jugendliche Missetäter oft eine fühlbarere Strafe als z.B. eine Bewährungsstrafe. „Da lachen die doch oft drüber – aber der Führerschein tut weh, wenn er weg ist. Das funltioniert“, weist Herbert Koch auf Erfahrungen mit der „Gelben Karte“ in anderen Kreisen hin. „Das kann der Kreis heute schon machen – man muss es nur wollen!“ Ferner will die CDU die Aufstellung eines freiwilligen Polizeidienstes prüfen. „Die Taunussteiner Erfahrungen sind gut“, berichtete Peter Piaskowski und Thomas Zarda schilderte seine Erfahrungen vom täglichen Eisenbahnfahren nach Frankfurt: „Seit in der S-Bahn uniformierte Begleiter mitfahren, ist die Sicherheit merklich besser geworden. Präsenz von Ordnungspolizisten und ganz altmodisch von Schutleuten hilft auch auf Idsteins Straßen und Plätzen“. ist sich der CDU-Spitzenkandidat sicher. Gerade für Frauen seien spät abends und nachts manche Plätze in Idstein „geradezu unheimlich“, so die Erfahrung von Christiane Hasselbächer aus ihren vielen Gesprächen mit auch jüngeren Frauen. Auch das sei ein Grund dafür, dass sie für die CDU als Stadtverordnete kandidiere. Die CDU werde jedenfalls das Thema Sicherheit zum zentralen Anliegen der nächsten Jahre machen, waren sich die CDU-Kommunalpolitiker einig.
Angesprochen wurden in der anschließenden Diskussion neben dem Thema Sicherheit aber auch ganz konkrete Wörsdorfer Anliegen: z.B. die immer drängender werdende Umgehungsstraße und die Erweiterung des Jugendraumes. Hier habe die CDU-Ortsbeiratsfraktion immerhin die Aufnahme in das Investitionsprogramm für 2012 erreicht. „Und bei der Umgehungsstraße machen wir auch Druck – steter Tropfen höhlt den Stein. Das sieht man in Eschenhahn, wo es langsam aber sicher endlich vorangeht“, so Dr. Koch.